Doktorat SNF-Projekt
Univeristy of Zurich
Deutsches Seminar, Universität Zürich (Zentrum)
vor 6 Tg.

60 %

Am Deutschen Seminar ist zum 1. September 2021 eine auf vier Jahre angelegte Doktoratsstelle in Neuerer deutscher Literaturwissenschaft zu besetzen.

Die Doktoratsstelle ist Teil des vom Schweizerischen Nationalfonds im Rahmen des Ambizione-Programms geförderten Forschungsprojekts Poetik des Überflusses.

Ästhetik Ökonomie Literatur , das von Dr. Sebastian Meixner geleitet wird.

Projektbeschreibung

Das Projekt profiliert Überfluss als Modell für die Austauschbeziehungen von Ästhetik und Ökonomie in der deutschen Literatur, die den Überfluss in der Ambivalenz seiner produktiven wie destruktiven Aspekte darstellt.

Mit dieser Darstellung gehen spezifisch poetische Verfahren des Überflusses einher.

Der Überfluss testet ästhetische und ökonomische Ordnungen. Einerseits bemessen ästhetische Theorien seit dem 18. Jahrhundert das rechte Mass der Kunst am Überfluss : Zu viel Text, zu viel Redeschmuck oder zu viele Perspektiven werden zu Prüfsteinen ästhetischer Ordnungen.

Andererseits problematisieren ökonomische Theorien den Überfluss, wenn sie die Ausgleichsmechanismen wirtschaftlicher Grössen erklären : Zu viele Menschen, zu viel Konsum oder zu viel Geld fordern ökonomische Ordnungen heraus.

Überfluss begründet und bedroht damit gleichermassen ästhetische wie ökonomische Ordnungen. Diese Ambivalenz ist im Rahmen des Projekts der gemeinsame Nenner für die Analyse literarischer Texte, die den Schauplatz für das Wechselverhältnis von Ästhetik und Ökonomie bilden.

Auf diesem Schauplatz wird Überfluss anschaulich, seine Ambivalenz verschärft und seine rhetorische Basis (abundantia) reflektiert.

Vor diesem Hintergrund lassen sich auch die Begriffe und Metaphern des Überflusses in den ästhetischen und ökonomischen Theorien neu beleuchten mit weitreichenden Folgen für die korrespondierenden Konzepte von Kunst und Wirtschaft.

Auf der Grundlage eines exemplarischen Korpus vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart erforscht das Projekt die Schnittstelle von ästhetischen und ökonomischen Theorien in deutschsprachigen literarischen Texten.

Mit einem begriffsgeschichtlichen Bezugsrahmen soll einerseits ein diachroner Überblick über die literarischen Formen und Funktionen des Überflusses erarbeitet werden.

Andererseits wird das Projekt für einen exemplarischen Zeitraum diese Konstellation synchron vertiefen.

Teilprojekt

Neben dem diachron angelegten Hauptprojekt, das die Konstellation von Ästhetik, Ökonomie und Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Jahrtausendwende untersucht, soll das zu erarbeitende Doktoratsprojekt einen exemplarischen Zeitraum wählen und diesen synchron vertiefen.

Der Schwerpunkt des Teilprojekts soll auf der Analyse der Formen und Funktionen des Überflusses in ausgewählten literarischen Texten liegen.

Die Wahl des Zeitraums und des Korpus der literarischen Texte ist frei und kann bis in die Gegenwart reichen, wobei die Interdependenz von Ästhetik und Ökonomie wie der Fokus auf den Überfluss als Modell den theoretischen wie analytischen Rahmen des Dissertationsvorhabens bildet.

Ihre Aufgaben

  • Wissenschaftliche Verantwortung, das Dissertationsvorhaben im Rahmen des Projekts selbstständig zu erarbeiten
  • Artikel im Zusammenhang mit dem Dissertationsvorhaben veröffentlichen und Vorträge an einschlägigen Konferenzen an in- und ausländischen Lehr- und Forschungseinrichtungen halten
  • Teilnahme an regelmässigen Treffen der Forschungsgruppe, an den Austauschtreffen mit externen Expert*innen sowie an diesbezüglichen Veranstaltungen
  • Mitarbeit bei der Organisation von Veranstaltungen und der Redaktion der Publikationen im Rahmen des Projekts
  • Ihr Profil

  • Überdurchschnittlicher Hochschulabschluss (Lizenziat, Staatsexamen oder Master) in Germanistik mit Schwerpunkt in Neuerer deutscher Literaturwissenschaft
  • Vertieftes Interesse für den Zusammenhang von Ästhetik und Ökonomie sowie für das Verhältnis von Literatur und Rhetorik
  • Breites Interesse für Literatur- und Kulturtheorie
  • Teamorientiertes wie leistungsorientiertes Arbeiten
  • Wir bieten

  • Die Möglichkeit, sich auf die Dissertation zu konzentrieren und regelmässiges Feedback ausgewiesener Expert*innen zu erhalten
  • Ein interdisziplinäres und internationales Umfeld
  • Eine enge Einbindung in ein Forschungsteam mit entsprechenden Möglichkeiten, sich universitär zu vernetzen
  • Die Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes, unterstützt durch das internationale Netzwerk am Deutschen Seminar und einen zu beantragenden Mobilitätsbeitrag des SNF
  • Zusätzliche Fördermöglichkeiten durch die Graduiertenschule und den Graduate Campus.
  • Attraktive Anstellungsbedingungen (gemäss den SNF-Vorgaben)
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